Geschichte

Die Geschichte der „Einsiedler-Spezialitäten“ lässt sich bis ins Jahre 1724 zurückverfolgen. In der Krämerverordnung von 1724 wurde Elisabeth Steinauer-Kälin durch Los der „Schäfli-Laden“ beim „Wollenhaus“ (heute altes Schulhaus) zugeteilt. Diese Zuteilung war damals so üblich, damit die „Schäfli-Leute“ unter sich keinen Streit bekamen.

Elisabeth Steinauer KälinUm 1730 ehelichte ihre Tochter Magdalena, die ebenfalls eine „Schäfli-Frau“ war, Jos. Anton Kürzi. Der Tochter der beiden, Magdalena Mechthild, die zusammen mit ihrem Ehemann Malchias Steinauer in der unteren Langrüti wohnte, verschleuderten die plündernden Franzosen im Jahre 1798 den Bienenhonig bis ans „Chärnehus“.

Das Geschäft erholte sich und um 1820 war es wiederum die Tochter die das Gewerbe weiterführte. Elisabeth, die Tochter, war in zweiter Ehe mit Jos. Benedikt Steinauer, Winkelried, Sternenplatz verheiratet und verkaufte ihre „Schäfli“ auf dem Klosterplatz. Apollonia und Jakob Eberle-Steinauer

1850 heiratete Elisabeths Tochter Apollonia Jakob Eberle, Schuhmacher zum Goldapfel. Da das Geschäft wuchs, begann auch Jakob mit Herstellung von Einsiedler-Spezialitäten und gab seinen erlernten Beruf als Schuhmacher auf. Beim Hauseingang des Goldapfels entstand der erste Laden. Mit Apollonia wurden im „Goldapfel“ zum ersten Mal Schafböcke, Kräpfli und Lebkuchen hergestellt, die dann im Laden oder an den Ständen um den Klosterplatz verkauft wurden.
In diesem Jahr wurde aus einem alten Einsiedler-Nebengewerbe, den „Schäfli-Leuten“, ein gewerblicher Betrieb.

Maria_und_Meinrad_Eberle-KälinAls 1884 Maria und Meinrad Eberle-Kälin und sein lediger Bruder Franz deFranz Eberlen Betrieb übernahmen, erstellten sie einen Anbau mit Laden und Backstube an den Goldapfel. Meinrad und Franz waren die Söhne von Apollonia und Jakob Eberle. Von nun an wurden die Spezialitäten in der Backstube und nicht mehr in den Kachelöfen der „Schäfli-Frauen“ gebacken.

Mit einem Sackmesser fertigte Franz in dieser Zeit Holz-Models an, die noch heute in Gebrauch sind.

1895 erstellten die beiden Brüder zusammen mit ihrem Cousin Franz Ferdinand Birchler das Zyklorama vis-à-vis des Goldapfels und nur ein Jahr später wurde der Laden vergrössert und das Haus zum noch heutigen Goldapfel umgebaut.

Josy und Meinrad Eberle-Ruckli führten den Betrieb in den Jahren zwischen 1912 und 1962. Den beiden ist es zu verdanken, dass der Goldapfel auch die zwei Weltkriege und die damit verbundenen Krisenjahre überstand und weitergeführt wurde.

Am Ort des Zykloramas, welches abgebrochen wurde, wurde 1920 eine neue Backstube erbaut. 1950 folgte das Haus Gambrinus, welches direkt neben der Backstube steht. Irma und Karl Oechslin-Eberle

1962 übernahmen Irma Eberle und ihr Mann Dr. Karl Oechslin, Rechtsanwalt, zusammen den Goldapfel. Sie modernisierten den Betrieb in allen Belangen und kauften im Jahre 1970 das „Haus zur Traube“ an der Hauptstrasse. Nach dem anschliessenden Umbau der Liegenschaft eröffneten sie die erste Filiale des „Goldapfels“ im „Haus zur Traube“.

Sandra_und_Karl_Oechslin-Seiler

Neun Jahre später, im Jahre 1979, übernahm der älteste Sohn der beiden, Karl Oechslin, zusammen mit seiner Frau Sandra Seiler den Betrieb. Nur ein Jahr später erneuerten sie die Backstube und eröffneten die Konditorei/ Confiserie. 1990 folgte die Totalerneuerung des Ladens an der Hauptstrasse und nur drei Jahre später die Neueröffnung der Filiale im MM Einsiedeln.

1997 liessen sie den „Goldapfel“ original nach dem Vorbild von 1896 restaurieren und richteten im Parterre das „Schafbock- und Lekbkuchenmuseum“ ein. Das Haus „Goldapfel“ steht heute unter Denkmalschutz und ist das einzige, vollständig erhaltene Geschäftshaus aus dem vorletzten Jahrhundert weit über die Kantonsgrenzen hinaus. 2005 wurde im MM Einsiedeln ein neuer Laden eröffnet und nur zwei Jahre später, im Jahre 2007, konnte die neue Produktionsstätte an der Gaswerkstrasse in Einsiedeln eingeweiht werden.

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