einsiedlerspezialitäten

 

Einsiedler-Spezialitäten

Ursprünglich waren die Spezialitäten für Pilger und Wallfahrer, die nach Einsiedeln reisten um das Kloster zu besuchen, gedacht. Die Wallfahrtsgebäcke dienten sowohl als Reiseproviant, als auch als Geschenke für die Bekannten zu Hause.

Bis 1850 stellten Hausfrauen die Einsiedler-Spezialitäten zu Hause, zumeist in Kachelöfen, her. Danach entstand im Goldapfel die erste Spezialitäten-Bäckerei und aus dem Nebenerwerb wurde bald ein blühendes Geschäft.

Die Goldapfel-Spezialitäten aus Honig- und Eierteig werden somit seit Generationen nach uraltem Rezept und aus besten Rohstoffen hergestellt. Schon seit über 150 Jahren werden im Goldapfel die sogenannten Schafböcke, Lebkuchen und Kräpfli gebacken. Eine feine, selber zubereitete Mandel- und Haselnussfüllung verleiht den Gebäcken die ihnen eigene, delikate Würze. Die Füllungen werden mit Orangeat, Zitronat und Honig angereichert.

Der Goldapfel ist die erste und älteste Schafbock- und Lebkuchenbäckerei und seine Spezialitäten sind bis heute die Kult- und Traditionsgebäcke von Einsiedeln geblieben.

 

 

schafböcke_mit_model

 

Schafböcke

Das bekannteste Wallfahrtsgebäck Einsiedelns ist der Schafbock. Der Schafbock besteht aus einem süssen Honigteig und ist die einzige, ungefüllte Einsiedler-Spezialität. Wegen seines charakteristischen, duftenden Aromas ist der Schafbock weit über die Kantonsgrenzen bekannt.

Der Schafbock stellt ein im Gras liegendes Schaf dar. Das Motiv des liegenden Schafes geht auf ein Ritual der Heiden zurück, welches von den Urchristen übernommen wurde. An Ostern wurde das erstgeborene männliche Schaf des Jahres geopfert. Daher bezeichnete man früher den Schafbock als "agnus dei", das Lamm Gottes.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden diese Gebäcke in den Krämerordnungen und Gerichtsprotokollen nur "Schäfli" genannt. "Schäfli-Leute" hiessen die Krämer, welche damals solche Schäfli feilhielten. Die erste Erwähnung dieser Schäfli geht auf die Krämerordnung von 1631 zurück.

Heute werden vier verschiedene Grössen des Schafbocks hergestellt, wobei die kleinste Form die bekannteste ist. Bei den grossen Schafböcken und den Familienböcken sind die Konturen der Schafe klar ersichtlich. Bei den mittleren und den kleinen Schafböcken kann man das Schaf nur noch erahnen.

Der Schafbock darf heute zurecht als das Kultgebäck von Einsiedeln bezeichnet werden.

 

 

 

Einsiedler-Kräpfli und Lebkuchen

Bei den gefüllten Spezialitäten unterscheiden wir zwischen braunen und weissen Gebäcken, die beide mit der selben Mandel- und Haselnussfüllung verfeinert werden. Die delikate Füllung gibt den Gebäcken ihren einmaligen Geschmack.

Die braunen Spezialitäten werden aus dem selben Teig wie die Schaböcke hergestellt. Im Gegensatz zu den Schafböcken wird der Teig zudem mit Lebkuchengewürzen gemischt.

Bei den weissen Spezialitäten wird der selbe Teig mit schaumig gerührten Eiern zu einem sehr schmackhaften Eierteig gerührt.
Es gibt viele verschiedene Formen der gefüllten Gebäcken. Die zwei bekanntesten sind die Einsiedler-Kräpfli und die Lebkuchenscheiben. Daneben sind auch Schäfli, Fische, Herzli, Bouquets und Biberli erhältlich, die heute täglich frisch hergestellt werden.

Im Jahre 1681 wurden die Einsiedler-Kräpfli in einem Disput genannt. Die braunen und die weissen Lebkuchen, im Einsiedler Volksmund als "Läbchuoschybe" bezeichnet, wurden schon um 1550 erwähnt. Sie werden mit Models, meistens aus Holz, hergestellt. Heute wird vornehmlich das Bild der Klosterfassade verwendet.

 

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